Sonntag, 18. November 2018

Frauenfeld Marathon 2018

19. Frauenfelder Marathon (Waffenlauf) 18.11.2018
Strecke:             42.195 km 
                  
Rang:                 Kategorie M50:    14 von  62 klassierten
Overall:                 66 von 255 klassierten

Zeit:                    03:25.52,5
4.52 km  

Frauenfeld-Wil:  1:47.41 Rang 103 (AK 24)
Wil Frauenfeld:  1:38.11 Rang   38 (AK 10)

Start  Nummer:   2293

Strecke
Frauenfeld - Wil (SG) - Frauenfeld: 42,2 km

Der Frauenfelder Marathon findet auf der Originalstrecke des Frauenfelder Militärwettmarsches statt.
Ziel: Kaserne Frauenfeld-Stadt


Wie bereits vor zwei Jahren bei meinem ersten «Frauenfeldern» bin ich zusammen mit meinem Bruder Herbi am Start. 

Bereits seit Tagen aber speziell am Sonntagmorgen bei der Anreise habe ich ein ganz komisches und mulmiges Gefühl im Magen. Eigentlich möchte ich mich gar nicht auf die Strecke begeben. Woher kommt das denn?  Vor gut 4 Wochen habe ich am Marathon in München meinen grössten Absturz erlebt. Das liegt mir auch heute noch schwer im Magen. Geplant war überhaupt nicht, dass ich diesen Lauf mache. Aber so wie in München geschehen wollte ich die Saison auf keinen Fall beenden. Zudem wäre ich wirklich beruhigt, wenn ich noch vor der Winterpause das Boston Qualifikationsziel von 3:55 Std. erreichen könnte.


Aber jetzt stand ich am Start und es gab kein Zurück mehr. Das Wetter war auch nicht gerade anmächelig und mit ca. 2-3 Grad schon extrem kalt. Dies sollte ich trotz Handschuhen in den nächsten Stunden noch zu spüren bekommen.
Gleich vom Start weg hab ich mir gesagt auf keinen Fall zu schnell loslaufen und so bin ich dann relative schnell in einen ausgezeichneten Rhythmus gekommen. Im ersten Teil bis nach Wil gab es zudem noch einige langgezogene Steigungen zu absolvieren. Über den ganzen Marathon hinweg waren zudem über 550 Höhenmeter zu bewältigen. Also flach war der überhaupt nicht.
Habe mich dann sehr gefreut als ich in Wengi von Luzia, Stefan und ihren Kids angefeuert wurde. Das hat Power ausgelöst.
Und so bin ich mit einer nicht allzu schlechter Zeit nach 1.47 Std. in Wil angekommen. Die Stimmung war in Wil wie auch in den anderen kleinen Ortschaften für so einen eher kleineren Marathon ausgezeichnet. 


Jetzt bei Halbzeit schwirrt mir aber schon der München Marathon im Kopf rum. Da bin ich ja von km 21 zu km 22 total eingebrochen. 

Nichts ist geschehen, also weiter. Auch bei km 30 fühle ich mich noch voll im Saft und die obligatorische Krise lässt noch auf sich warten. So kann's weiter gehen habe ich mir gesagt und langsam werfe ich auch ein Auge auf meine Uhr. Km 35 jetzt realisiere ich, dass wenn alles gut läuft und nicht doch noch der «Hammer Mann» kommt, eine Zeit um 3.30 Std. drin liegen könnte. Das würde dann meine Erwartungen total über den Haufen werfen. 
Mobilisiere jetzt meine letzten Kräfte und erstmals kann ich an einem Marathon davon profitieren, dass ich in der ersten Hälfte meine Kräfte sinnvoll eingesetzt habe.
Weiter kommt mir zugute, dass der zweite Streckenabschnitt nicht mehr so coupiert ist und es die letzten zwei Kilometer nur noch runter geht.


Bei 3.25 Std. bleibt meine Uhr im Ziel stehen und ich frage mich schon was hier geschehen ist. Keine Krise, die in der Vergangenheit erlaufenen Marathonzeiten wieder geschafft, Bosten Limite für 60 jährige im Sack, (ist zwar nicht ganz sicher ob dieser Marathon als Internationaler gewertet wird) die Gewissheit wieder erlangt gute Strassenmarathonzeiten zu schaffen (unter 3.30 Std.) super, was will ich mehr.

Hat richtig Spass gemacht und nun freue ich mich extrem auf die anstehenden ruhigeren Wintermonate.



Samstag, 20. Oktober 2018

Transruinaulta Marathon 2018


 

 
20.Oktober 2018 
      
 
Startnummer:              2064
Strecke:                      42,195 km                     

Laufzeit:                      4:58.00,1 Std./Min.  km/h: 7:04   

Rang Overall M:         166 von 326
Rang M55 Herren3      18 von 58



 


Es wird heute mein letzter Lauf für die Laufsaison 2018 werden. Nach dem Desaster von letzter Woche am Münchner Stadtmarathon wo ich noch knapp unter 4 Stunden ins Ziel eingelaufen bin muss es heute unbedingt eine «Gutmachung» geben. So wie letzte Woche kann und möchte ich das Laufjahr 2018 nicht abschliessen.
 
Transruinaulta
 
«Cool man»

Etwas nervös vor dem Start...
 
 
Wir, Kari und ich sind frühzeitig in Ilanz wo wir unser Startnummern abholen. Die Veranstalter haben sich wirklich etwas einfallen lassen. Die fünfte Austragung soll das bieten was die letzten vier gebracht haben. In der Laufszene hat sich dieser Lauf schon nach wenigen Jahren einen sehr guten Namen gemacht. Man hört nur bestes aus dem Bündnerland.

Schon der Start ist eine spezielle Angelegenheit. Jeder Läufer wir in einer Intervall von 4 Sekunden auf die Strecke geschickt. Für mich ging es dann um ca. 9.25 Uhr los. Davor habe ich viele bekannte Gesichter getroffen und es ist schon eine Freude den einen oder anderen zu treffen und dabei ein paar gemeinsam erlebte Erlebnisse miteinander auszutauschen. Die Atmosphäre ist halt immer noch sehr familiär in dieser Szene.


Von Ilanz (699 M.ü.M) bis nach Thusis (720 M.ü.M.) musste die Strecke eines Marathons mit 2046 Höhenmeter bewältigt werden. Vom Start aus ging es zuerst ca. 6.8 km flach aber technisch anspruchsvoll los und dann mit dem ersten Anstieg hoch bis nach Versam bei km 15.2. 
 
 

Eine unglaublich wunderschöne Landschaft präsentiert sich uns Läufern und das prachtvolle Herbstwetter tat sein weiteres dazu. Weiter geht’s auf und ab nach Rhäzüns km 24.5. Davor bei km 19 hat mich dann Kari eingeholt. Er ist ca. 10 Min. nach mir auf die Strecke geschickt worden.


Hier in Rhäzüns hatte ich eine kurze Krise die aber beim folgenden Aufstieg zum höchsten Punkt (km 30) der Strecke bald wieder vorbei war. Ich war tatsächlich erstaunt, wie gut es mir lief. Konnte den grösstenteil der Strecke mit wenigen Lauf Passagen durchlaufen. 

Hätte ich nie gedacht. Vom höchsten Punkt aus ging es dann bis km 36 praktisch nur runter. Eine Stärke von mir ist sicher das schnelle runterlaufen. Hier kann ich die verlorene Zeit vom Hochlaufen etwas korrigieren. Jetzt merkte ich aber auch, dass ich innerhalb 6 Tagen nun meinen zweiten Marathon in den Beinen hatte. Die letzten stark goupierten km waren dann doch nicht mehr ganz so easy zu laufen. Ich hätte vor dem Start für eine 5.30 Zeit glatt unterschrieben. Jetzt spürte ich aber dass mehr drin lag.
Wäre toll diesen Bergmarathon noch unter 5 Stunden zu laufen.
Beste Unterhaltung
Noch war es nicht ganz geschafft und die letzten zwei km sollten nochmals so richtig hart werden. Überglücklich konnte ich dann mit einer Zeit von 4.58 Uhr in Thusis über die Ziellinie laufen und war überhaupt nicht kaputt. Wow! Ein wirklich toller Saisonabschluss ist das nun doch noch geworden.


Ein riesen Kompliment dem OK Team und allen Helfern. Das war erste Sahne was hier geboten wurde. Danke vielmals, war sicher nicht das letzte Mal hier im Bündnerland dabei.
 
«I come back!»
 
 Uster, 21.10.2018      ste.keller@gmx.ch
 

Sonntag, 14. Oktober 2018

Generali München Marathon


 


Startnummer:                         379

Strecke:                                  42,195 km                                      

Laufzeit:                                 3:59.48 Std./Min.     km/h: 5:40    
Rang Overall M:                     1727 von 3599
Rang M55                               89 von 244


Wir sind am Freitagmorgen von Zürich mit dem Flixbus in München angekommen. Neben der Teilnahme am München Marathon war aber der Besuch von Alina und Hung das Ziel unseres Städtetrips. Ich habe die wenigen Tage mit meiner Tochter in München genossen, zumal wir noch mit Kaiserwetter und Temperaturen um die 25° C beglückt wurden, auch am Marathon Tag. Zudem kann ich mir jetzt ein gutes Bild machen wo und wie die beiden in dieser Grossstadt leben.



Nach dem Bezug unseres Hotels «das kleine Hotel» ging es gleich ab zum Olympiagelände wo 1972 die Olympischen Spiele stattfanden. Im ehemaligen Stadion der Vereine FC Bayern und 1860 München konnte ich noch ohne Gedränge die Startunterlagen abholen und gemütlich über die Messe schlendern.
Den Samstag verbrachten wir mit Stadtführung und Relaxen. Trotzdem ist so ein Touristentag schon fast wie ein Marathon zu werten.
 
         
 

21.000 Teilnehmern aus insgesamt 110 Nationen fanden sich zum Start des Münchener Marathon am Sonntagmorgen vor dem Olympiastadion ein. Auch ich stand um 10 Uhr zum offiziellen Startschuss hoffnungsvoll bereit. Eingeteilt in den zweiten Startblock B, ging es dann für mich um 10.05 Uhr los.
 

Noch hoffnungsvoll vor dem Start
Es war seit über 18 Monaten der erste Strassenmarathon und so hab ich mir keine grossen Ziele gesetzt. Mir war bewusst, dass ich nach all den vielen Berg- und Ultraläufen für einen schnellen Stadtmarathon sicher nicht optimal vorbereit bin.
Es gab aber doch noch ein unausgesprochenes Ziel, dass ich anpeilen wollte.
Zum Ende meines 59. Lebensjahres wollte ich unbedingt nochmals eine Marathonzeit unter 3.30 Std. laufen. Eine Vorgabe, die ich in den letzten 11 Jahren immer geschafft habe. Das wäre ein perfekter Abschluss für meine zu Ende gehende  50er Alterskategorie Zeit.
Monica, Alina und Hung haben sich eine eigene Fanroute zusammengestellt und es war toll ihre Unterstützung während dem Lauf zu erhalten. Speziell gefreut hat mich auch das ich Reto Keller und Lisa ein paar Mal auf der Strecke angetroffen habe. Das gibt eine immer wieder neue Motivation und Antrieb. Reto musste leider ein paar Tage davor wegen einer Grippe seine Teilnahme absagen. Wäre das für mich nicht auch besser gewesen, nachdem ich zwei Wochen davor durch eine stake Erkältung ausser Gefecht gesetzt wurde?
Gleich vom Start weg war mein erstrangiges Ziel, auf keinen Fall zu schnell loszulaufen. Ich wollte einen Einbruch wie drei Wochen davor am Greifenseelauf auf jeden Fall verhindern.
Ich glaube auch, dass mir das sehr gut gelungen ist. Nach ca. 5 km hatte ich dann meinen optimalen Rhythmus gefunden und fühlte mich dabei sehr wohl. Bei km sechs sollte ich eigentlich mein Supportteam treffen aber irgendwie hat das nicht geklappt. Auch kein Problem, zu diesem Zeitpunkt war ich ja noch nicht gross auf Unterstützung angewiesen. Dafür habe ich mich gefreut die drei im Englischen Garten bei km 14 wieder anzutreffen. Bis dahin lief noch alles optimal und ich musste mich fast zwingen nicht schneller zu laufen. Mit einem Schnitt von 4.46 bis km 17 war ich noch voll auf Kurs. Natürlich habe ich habe mir da noch erhofft dieses Tempo bis ins Ziel so durchzuziehen. Dann wäre mein Wunsch in Erfüllung gegangen.
Aber wie es halt so ist, ein Marathon fängt frühestens nach der Hälfte oder noch später an.
Bereits zwischen km 20 und 21 merkte ich wie meine Beine schwerer wurden. Hab noch nichts Böses geahnt aber mit den ersten Anzeichen von Krämpfen in den Waden und im Leistenbereich wurde mir sofort klar, dass es nun hart werden würde. Und so kam es dann auch. Noch bevor ich meine Leute zum dritten Mal antraf war die Luft draussen und ich musste das erste Mal gehen. Vor mir lagen noch gut 20 km bis ins Ziel. Au wei!
Jetzt kam es «Knüpelldicke».  Die Gehpassagen häuften sich und an ein durchlaufen war überhaupt nicht mehr zu denken. Meine einzige Motivation war auf keinen Fall auszusteigen. Ich wollte jetzt unbedingt als Minimalziel die Limite für den Bosten Marathon 2020 noch schaffen. Ich kam mir jetzt vor wie der erste Anfänger an einem Marathon und mein Traum von 3.30 löste sich in Luft auf. 3.45 Uhr habe ich noch eine gewisse Zeit im Visier gehabt aber zwischen km 32 – 36 spürte ich, dass auch das nicht mehr realistisch ist.
Bei km 40, d.h. zwei km vor dem Ziel gab es dann für mich nur noch eine Devise. Eine 4 darf es auf keinen Fall werden. Und so zwang ich mich mit letzten Kräften und einem gewaltigen Schlussspurt quasi auf dem Zahnfleisch über die Ziellinie des Olympiastadions. 12 Sekunden Reservé konnte ich noch retten bevor es eine Zeit über vier Stunden wurde.
 
«Da hilft nur noch a Weissbier»
«Black Marathon sunday»
Welch ein Desaster!
Meine Enttäuschung nach dem Rennen war riesig und wird wohl noch eine gewisse Zeit anhalten. Was lief da alles schief bei mir? Mein schlechtestes je erzieltes Marathonergebnis wurde Tatsache. Am liebsten wäre ich tief im Boden versunken. Werde wohl noch ein paar Tage haben bis ich mir eine Erklärung darauf geben kann.
Mindestens, soviel habe ich aber als erstes Fazit sofort zur Kenntnis genommen. Ein schneller Stadtmarathon brauch wirklich seine ganz spezielle Vorbereitung und ist niemals mit einem Berg- oder Ultralauf vergleichbar auch für mich nicht als doch schon erfahrener und langjähriger Läufer. Vielleicht ist das ein kleiner Trost.  




Mein Support Team (Hung, Alina, Moni)
Wie ich die Weichen in den nächsten Monaten stelle werde ist mir im Moment noch nicht klar. Da ich die Herausforderung der Berge oder Langdistanzen auf keinen Fall missen möchte. Muss mir  gut überlegen für einen allfälligen nächsten Stadtmarathon wie ich dann meine Planung dafür auslegen werde.
 
Mindestens eine schöne Medaille bekommen....
Später habe ich dann zu meinem grossen Frust noch festgestellt, dass ich das vorgegebene  Limit für den Boston Marathon 2020 auch nicht geschafft habe. Vorgabe für 60 – 64 jährige Männer ist eine Zeit von 3 Std. 55 Min.
Welche Konsequenzen ziehe ich nun aus dieser Erfahrung??
Kopf hoch es geht weiter. Dabei werde ich mich ich mich an das Motto von ­Samuel Beckett, dem irischer Schriftsteller und Nobelpreisträge, halten.  Mit seinem Zitat als Tattoo auf dem Unterarm von Stan Wawrinka hat dieser dann auch das Australien Open 2014 gewonnen.
 
„Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better“
«Immer wieder versucht, immer wieder gescheitert. Egal. Wieder versucht, nochmals gescheitert. Besser gescheitert»

 
Uster, Oktober 2018ste.keller@gmx.ch

 

Samstag, 22. September 2018

39. Greifenseelauf Uster 2018



Startnummer:     2084

Datum:                22.9.18

Strecke:              Halbmarathon 21.1 km               

Rang:                  Kategorie Overall:         1966 von 3785 klassierten
Kategorie M 55:              120 von    290 klassierten

Zeit:                    1:52:04,1                 5.18/km 

Abschnitt 1:        Start - km 10       47.13 / 4.44km / M55 54 / Over. 1128
Abschnitt 2:        km 10 - km 20     59.34 / 5.58km / M55 188 / Over. 2765         
Abschnitt 3:        km 20 - 21.1         5:15 / 4.47km / M55 39 / Over. 986

https://www.greifenseelauf.ch/


 
 
 
39. Greifenseelauf. An wievielen ich in diesen Jahren dabei war kann ich nicht mehr genau eruieren. Es müssen so an die 15 bis 18 gewesen sein. Das letzte mal war ich 2011 am Start. Habe also so richtig Lust mal wieder auf meiner Heimrunde zu starten. Wo kann man denn 15 Minuten vor dem Start das Haus verlassen und gleich auf die Strecke gehen. Na, so war es aber dann doch nicht bei mir. Habe mich richtig gefreut, dass ich so viele Freunde und Bekannte getroffen habe. Sogar beim zweit- oder drittgrössten Laufanlass in der Schweiz fühlt man sich doch immer noch wie in einer grossen Familie.

Ich durfte in Block zwei starten. Mein Ziel war eine Zeit so um 1.45, wenn möglich und im besten Fall 1.38 - 1.40. Punkt 15.08 Uhr war es dann so weit. Wie immer geht's gleich richtig zur Sache, Leider konnte ich mich diesmal nicht zurückhalten und wurde in ein doch recht hohes Tempo reingezogen. Via Greifensee ging es bis nach Fällanden und ich musste mich nun richtig gehend zwingen Tempo raus zu nehmen. Irgendwie habe ich da schon gefühlt, dass das nicht gut gehen wird.
Die Wetterbedingungen war eigentlich ganz gut. Mit 19 Grad war es auch nicht zu heiss. In Maur war ich dann schon ganz schön groggi und bei km 14 kam was ich in meiner Läuferkarriere ganz selten erlebt habe. Wo ist der nächste Busch, besser noch die nächste grössere Hecke. Hab dann da mal ca. 8 Min. Pause gemacht in Form von Darmleerung...Eigentlich wäre jetzt ein DNF angesagt gewesen. Zugute kam mir, dass wir nicht annähernd in der Nähe eine Busshaltestelle waren. Laufen musste ich also so oder so zurück nach Uster. Also nichts mit aufgeben und so habe ich mich langsam wieder in Trab gesetzt.
Im nachhinein war mir dann klar wie dieses Malheur zustande kam. In den letzten Tage hatte ich vermehrt Krämpfe in beiden Wade, auch diesen Morgen. Hab mir dann vor dem Start einen Shot gegen Wadenkrämpfe genehmigt. Die Krämpfe waren dann auch praktisch weg, nur mein Magen hat die ganze Kur nicht mitgemacht.
Die letzten 7 km waren dann ein mega K(r)ampf. Kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren je so fertig gewesen zu sein. Und zu meinem Unglück kam noch dazu, dass in Uster viele Freunde und Bekannte am Streckenrand standen und mich angetrieben haben. So schlecht und mitgenommen hab ich wohl schon lange nicht mehr ausgesehen.
Na ja! Irgend wie hab ich es dann doch noch ins Ziel geschafft. Immerhin kein DNF.

Mein Fazit: Auch in diesem Jahr sind wir, Ich und der Greifenseelauf, keine richtig liebende Freunde geworden. Muss mir gut überlegen, ob ich zum 40. Jubiläum nächstes Jahr hier bin. Vielleicht find ich ja noch eine gute Alternative. Schade eigentlich.
Aber ich gebe noch nicht auf. Irgendwann wird es für mich und meinen Haus Lauf hoffentlich doch noch zu einem Happy End kommen. We will see!
 
 
 
Uster, 22.9.2018



Samstag, 15. September 2018

Schnebelhorn Panoramatrail Mosnang

 
 
 
 

 
Starnummer:                        53

Strecke:                                21,1km / +/- 790 Höhenmeter

Zeit:                                      2:12,26     km 6.17

Rang Overal:                        145 von 298

Rang M50:                            33 von 83

Streckenabschnitt 1:              Mosnang - Schnebelhorn 1:14,58 Rang 167

Streckenabschnitt 2:              Schnebelhorn - Ziel Mossnang 0:57,28 Rang 124

http://www.lrmosnang.ch/schnebelhorn-panoramatrail


 
 
Dieses Jahr bin ich also auch dabei. Nachdem ich letztes Jahr nur als Zuschauer an der Strecke war und meinen Kollegen und Kolleginnen zu klatschen konnte freue ich mich nun auf meine erstmalige Teilnahme.
Die ganze Stimmung um diesen Trail ist einmalig. Ich glaube alle Einwohnern von Mosnang  beteiligen sich in irgend einer Form an diesem Event. Der Start ist auf 13 Uhr angesagt. Es gibt wenige Anlässe bei denen eine so grosse Anzahl mir bekannte Läufern und Läuferinnen anwesend ist. Uster ist mit den Samstagsläufern, dem LC Uster, den Freizeitsportlern und vielen andren Freizeit- und Hobby Läufern sehr gut vertreten.

Praktisch alle Kategorien welche den Halbmarathon laufen macht sich pünktlich auf den Weg. Obwohl ich in den letzten Jahren 50 bis 60 Mal auf dem Schnebelhorn war ist es für mich eine Premiere von der St.Galler Seite von Mosnang aus auf den höchsten Punkt im Kanton Zürich (1292 Meter über Meer) zu laufen.
Nachdem ich die ersten ca. 4 km doch etwas Mühe hatte einen guten Rhythmus zu finden ging es dann plötzlich ganz gut voran. Ich kam auch beim Hochlaufen, was wirklich nicht meine absolute Stärke ist, immer besser in Schwung. Nach 1 Std. und 14 Minuten war ich dann auf dem mir bestens bekannten Gipfel. Rang 167 im Zwischenklassement
 
 
 
 
Und jetzt auf dem zweiten Streckenabschnitt konnte ich meine Stärke im Downhill voll ausspielen. Auf den nicht ganz einfachen Trailpassagen konnte ich Rang um Rang gutmachen bis ins Ziel. Rang 127 für den zweiter Abschnitt.
Zufrieden und überhaupt nicht kaputt hab ich dann nach 2 Stunden und 12 Minuten die Ziellinie überschritten. War mega toll und nach dem dritten Berghalbmarathon innert dreier Wochen freue ich mich nun auch auf den eine Woche später folgenden Greifenseelauf. Mal ganz ohne Steigungen und technisch anspruchsvollen Laufpassagen.
Den Nachmittag konnten wir dann im Kreise guter Lauffreunde bei einem feinen Essen und einem erfrischenden Bierchen noch voll geniessen.
Ein wunderschöner Lauf in unserer näheren Umgebung bei herrlichem Wetter, was will man mehr. War sicher nicht das letzte mal  dabei.
 





Samstag, 8. September 2018

Arosa Trail Run



Start  Nummer:    371
 
Datum:                 8.9.2018

Strecke:               Halbmarathon 21.3 km / 1338 Höhenmeter                   

Rang:                   Kategorie Overall:         44 von  98 klassierten
 Kategorie M 50:              8 von  22 klassierten

Zeit:                     2:59:04,1              8.24/km 

Arosa – Weisshorn                          1:22.14
Weisshorn – Arosa                          1:36.49
http://arosa-trailrun.ch/trails/   



Mit Dani und Kari...
 
Und ein weiteres mal reisen wir nach Arosa. Wie im Winter zum Snow Run gewährt uns Patricia auch im Sommer wieder Gastrecht in Ihrer Wohnung. Optimal im Dorf gelegen und mit traumhafter Aussicht auf die Aroser Gipfel geniessen wir den kurzen Aufenthalt in dieser wunderschönen Berglandschaft einmal mehr.


sowie Leandra und Thomas
Wir, Kari, Thomas Tanner, Dani Kuenzi, Leandra und ich reisen bereits am Freitag Nachmittag an. Bevor es dann zum obligaten Rösti-Essen ging holten wir unserer Startnummern ab und treffen noch einige Bekannte Gesichter wie Marco und Janette Dalcolme.


Brunch

Der Start erfolgt am Samstagmorgen um 09.00 Uhr.  Die Strecke des AT22 führt uns über die Halbmarathondistanz und 1’338 Höhenmeter, von Arosa übers Weisshorn und Hörnli, am wunderschönen Älpli- und Schwellisee vorbei.


Panorama vom Weisshorn


Gleich vom Start weg versuche ich mich zurückzuhalten. Nicht immer ganz einfach wenn die vor allem jüngeren Trailer und Trailerinnen gleich das Tempo um die besten Plätze vorgeben. Nach rund 5 km finde ich dann langsam meinen Tritt und bei km 9 nach 1 Std. 25 Min stehe ich bereits auf dem Gipfel des Weisshorn.



Hörnli mit Weisshorn im Hintergrund
 
Das strengste ist geschafft. Nächstes Ziel - Hörnli, welches ich genau nach 2 Stunden seit Startbeginn erreiche. Jetzt geht’s Downhill. Meine Stärke. Ich überhole viele Läufer, die mich beim Hochlaufen noch stehengelassen haben. Es läuft perfekt und eigentlich könnte ich gleich weiterlaufen als ich in Arosa ankomme. Weiter auf den AT 46. Aber wir wollen es mal genug sein lassen, sind es dann doch total 59 knackige km welche zu bewältigen wären. War ein mega schöner Trail und dank dem wunderbaren Wetter konnten wir es alle perfekt geniessen. Fast alle. Dani hat dann noch Pech als er sich ca. 500 Meter vor dem Ziel noch den Fuss verknackst. Er hat es gleich geahnt. Da geht nichts mehr. Und die Röntgenbilder bestätigen seine Vorahnung. Bänder gerissen und ein Knochensplitter. Gips und voraussichtlich 6 Wochen keinen Sport mehr. Tut mir echt Leid für ihn.


Ein Trail mehr, ich, Marco, Kari, Leandra.

Sonntag, 19. August 2018

Engadiner Sommerlauf 2018


39. Engadiner Sommerlauf  19.8.2018

  

Kategorie:              H4  (M55) Männer                           

Start No.                1403

Rang:                     234 von 564 qualifizierten Männer
                              68 von  184 (M55)
Zeit:                       2:12.46,1

Zeit 1 km:               5.16 min

Total km                 25 km  / +/- 1750 Höhenmeter


 

 


Der 39. Engadiner Sommerlauf war auch dieses Jahr bei meiner zweiten Teilnahme, ein sehr schöner und stimmungsvolles Event.
Das Wetter war traumhaft und im Gegensatz zur Hitze im Unterland wartete hier im Engadin optimales Laufwetter auf uns.
Der Start war auf 10 Uhr am Sonntag morgen angesagt und das kleine verträumte Dorf Sils Maria wurde schon zwei Stunden vor dem Start von hunderten von Laufbegeisterten in Beschlag genommen.


Sils Maria mit Waldhaus

Habe mich sehr gefreut, als ich bei der Gepäckabgabe am Start noch Martin und Reto, zwei Comrades Kollegen getroffen habe. Martin organisiert seit über 20 Jahren für seine Basler Freunde ein Wochenende im Engadin mit Gemütlichkeit, Geselligkeit und Laufteilnahme. Kurz vor dem Start treffen wir Hildegard Fässler und Bernhard mit denen wir dieses Frühjahr in Kapstadt am Two Oceans zusammen waren. Schon toll dass man mit diesem Hobby immer wieder, egal wo, gute Freunde und Laufbegeisterte trifft. Ebenfalls habe ich noch Thomas Zimmerli auf der Strecke angetroffen. Ihn habe ich an seinem bekannten Laufstil, den ich jeweils vom Mittwochstraining am Bachtel kenne, erkannt.
Silvano inzwischen ein guter Kollege von mir der bei Reini auf Furtschellas arbeitet hat sich auch angemeldet. Ich weiss, dass der sehr stark läuft. Vor allem bei etwas kürzeren Bergläufen. Er wird mir dann im Ziel volle 10 Min. abnehmen.
 
 

Mit  meinem Lauf bin ich sehr zufrieden. Habe mir diesmal wirklich vorgenommen, eine Woche nach dem Berliner Mauerweglauf, ganz vorsichtig und langsam zu starten. Meine grosse Schwäche. Diesmal aber hat es sehr gut geklappt. Ich bin zügig vorangekommen aber habe immer gemerkt, wenn ich einen Gang runter schalten musst. Bis zu km 16 in St. Moritz war ich voll dabei. Dann aber kam die erste Krise beim kurzen Aufstieg zum Starzer See. Diese dauerte rund 2-3 km. Dann durch den Wald nach Pontresina hab ich mich wieder gefangen. Jetzt nur nicht übermütig werden hab ich mir gesagt. Es sind von hier immer noch 5 km bis ins Ziel. Von Höhe Celerina aus waren dann die letzten 4 km für mich doch etwas zu viel. Die Schritte wurden langsamer und ich hab mich mit Müh und Not noch ins Ziel in Samedan geschleppt. Ist nochmals gut gegangen, aber nach dem 100 Meilen Rennen eine Woche davor war es genug für mich.
Moni hat mich dann im Ziel abgeholt und ich musste unbedingt eine salzige Stärkung zu mir nehmen. Bratwurst mit Senf und Bürli kam gerade recht.
In einem Jahr ist bereits die 40. Ausgabe angesagt. Mal schauen ob ich dann auch wieder dabei sein kann.
 
Martin und Reto mit Partnerin
 
https://www.engadiner-sommerlauf.ch